150. Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Kitzbühel


Vor 150 Jahren, am 7. 4. 1872 beschloss die Bürgerversammlung eine neue Feuerlöschordnung für die Stadt Kitzbühel. Gleichzeitig wurde die bisherige städtische Feuerlöschanstalt (Pflichtfeuerwehr) in eine freiwillige Feuerwehr umgewandelt. Bürgermeister Josef Pirchl gründete mit 48 Männern des Turnvereins den im Vereinskataster 1873-Nr. 308 vom 18.1.1873 eingetragenen Turn- u. freiwilligen Feuerwehrverein Kitzbichl. Die Ausrüstung der jungen Wehre war sehr dürftig und bestand nur aus zwei Handdruckspritzen, einer ausziehbaren Stangenleiter, zwei Anlehnleitern und wenigem Schlauchmaterial.

In den Anfangsjahren stand die Bevölkerung den Bestrebungen der wackeren Männer nicht immer gerade freundlich gegenüber. Allmählich jedoch gewann die Wehr durch ihre Leistung Ansehen und Beachtung. Der Mannschaftsstand wurde durch Anwerbung ständig erhöht und auf dessen Ausbildung ein großes Augenmerk gerichtet. Weiters gelang es, eine weitere Handdruckspritze, eine Buttenspritze, eine Leiter, Steigleitern und einen Rettungssack anzuschaffen.

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Am 25. März 2022, 150 Jahre nach der Gründung, lud Kommandant Alois Schmidinger zahlreiche Ehrengäste und die Mitglieder der Kitzbüheler Feuerwehr zur Jahreshauptversammlung in den Saal der Landesmusikschule Kitzbühel ein.


Unter den Ehrengästen waren:
  • Stadtpfarrer Mag. Michael Struzinksy
  • Landeshauptmann Günther Platter
  • Bürgermeister Dr. Klaus Winkler
  • Vizebürgermeister Ing. Gerhard Eilenberger
  • Landtagsabgeordneter Josef Edenhauser
  • Landtagsabgeordneter und Sicherheitsbeauftragter der Stadt Kitzbühel Alexander Gamper
  • Bezirkshauptmann Dr. Michael Berger
  • Landesfeuerwehrinspektor DI Alfons Gruber
  • Bezirksfeuerwehrinspektor Bernhard Geisler
  • Bezirksfeuerwehrkommandant Martin Mitterer
  • Fahnenpatin Frieda Hechenberger
  • Ehrenmitglieder Herbert Haselwanter, Rudolf Höfinger und Hubert Ritter
  • Polizeiinspektionskommandant Eder Markus
  • Rotes Kreuz Geschäftsführer Bernhard Gschnaller
  • Rotes Kreuz Ortsstellenleiter Stellvertreter Alexander Ringler
  • Obmann der Bergrettung Hannes Rauter
  • Obmann der Wasserrettung Reinhard Hlebetz
  • Vertreter der Feuerwehr Jochberg, Oberndorf, Reith, Kirchberg und Aschau sowie die Vertreter der Presse.
Landesüblicher Empfang
Anlässlich des hohen Besuches unseres Landeshauptmannes Günther Platter fand, bevor die Jahreshauptversammlung begann, ein Landesübliche Empfang statt. Im Hof der Mittelschule Kitzbühel formierten sich die Schützenkompanie Kitzbühel, die Stadtmusik Kitzbühel sowie die Fahnenabordnungen der Kitzbüheler Traditionsverbände und die Fahnenabordnungen der Feuerwehren des Abschnittes Kitzbühel.

Nach dem Abspielen der Tiroler Landeshymne durch die Stadtmusik Kitzbühel kam es zum Abschreiten der aufgestellten Formationen und Fahnenabordnungen. Die Schützenkompanie Kitzbühel unter dem Kommando von Hermann Huber feuerte eine perfekte Ehrensalve zu Ehren der geladenen Gäste ab.

Im Anschluss an den Landesüblichen Empfang durfte das obligatorische „Schnapserl“ nicht fehlen, das von den Marketenderinnen der Kitzbüheler Schützenkompanie und der Stadtmusik Kitzbühel abschließend ausgeschenkt wurde.

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Jahreshauptversammlung

Nach einem Video von der Stadtfeuerwehr Kitzbühel konnte KDT Alois Schmidinger alle Ehrengäste und die Mannschaft im Saal der Landesmusikschule Kitzbühel begrüßen. Unter den Klängen eines Bläserquintetts der Stadtmusik marschierten die Fahnen des Abschnittes Kitzbühel in den Saal ein und anschließend begann der offizielle Teil der Jahreshauptversammlung.
Bericht des Kommandanten über die Einsätze
Im Jahr 2021 wurde die Stadtfeuerwehr Kitzbühel 163-mal von der Leitstelle Tirol zu einem Einsatz alarmiert. Bei diesen Einsätzen standen 6 aktive Feuerwehrfrauen, 71 Feuerwehrmänner, sowie 28 Feuerwehrmitglieder der Reserve im Dienst und halfen somit den Menschen in ihren Notlagen. Die Anzahl der Alarmierungen ging gegenüber dem Vorjahr um genau einen Einsatz zurück. Insgesamt beträgt der Mannschaftsstand inklusive der 7 Jugendmitglieder zum 31. Dezember 2021 somit 112 Mitglieder.
EINSÄTZE

Die 163 Einsätze setzen sich aus 30 Brandeinsätzen, 57 Brandmeldealarme und 76 technische Hilfeleistungen zusammen. Sechs Brandmeldealarme waren wirkliche Notfälle und keine Fehlalarmierungen, wie Wasserschäden, Rauch nach kleinen Bränden, ein Elektrobrand oder auch ein kleiner Saunabrand. Hier konnte durch die automatische Brandmeldeanlage der Notstand rasch erkannt und somit ein größerer Schaden verhindert werden.

Wie auch in den Jahren zuvor ist unsere Stadt Kitzbühel im letzten Jahr von großen Brand-, Unwetter- oder Naturkatastrophen verschont geblieben. Dennoch war das Einsatzspektrum der verschiedenen Notfälle gleich wie immer. Ölspuren zu beseitigen, Wohnungen zu öffnen, Brände zu löschen, Brandmeldefehlalarme abzuarbeiten, Verletzte nach schweren Verkehrsunfällen zu befreien und mitzuversorgen, Gefahrenstoffeinsätze zu bewältigen und noch vieles mehr gehörte auch im Jahr 2021 zu unserem Aufgabenbereich.

Mit vereinten Kräften ist es uns auch immer gelungen, rasch und effizient den betroffenen Menschen zu helfen und vor noch größeren Schäden zu bewahren.
Berichte des Kommandos und Jugendbetreuers
Neben dem umfangreichen Bericht des Kommandanten, präsentierten auch unser Stellvertreter, der Kassier und unser Jugendbetreuer ihre Bilanz. KDTSTV Andreas Reisch berichtete über die Ausbildung im vergangenen Jahr. Im Anschluss berichtete unser Jugendbetreuer Stefan Klapeer über den Feuerwehrnachwuchs.

Jedes Feuerwehrmitglied weiß, dass die Kameradschaftskasse bei unserm Kassier Konrad Wieser in guten Händen lieg. Die Kassaprüfer konnten auch für die beiden letzten Jahre keine Verfehlungen feststellen.

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JUBILÄUMSBUCH 150 JAHRE STADTFEUERWEHR FEUERWEHR
„Geschichte festhalten - Informieren - Erinnerungen schaffen“ So oder so ähnlich lauteten die ersten Gedanken, die das Redaktionsteam fasste, als es beauftragt wurde, eine Jubiläumsschrift anlässlich der 150 Jahre Stadtfeuerwehr Kitzbühel zu erstellen. Nach mehreren Monaten konnte die Arbeit bei der Jahreshauptversammlung den Ehrengästen und der Mannschaft präsentiert werden. Entstanden ist eine Zusammenfassung über die 150-jährige Geschichte sowie ein Überblick, wie unsere Feuerwehr Tag für Tag funktioniert. Der Großteil der historischen Bilder wurde aus der Chronik entnommen und
Ehrengeschenk
Unser Gruppenkommandant Martin Mitterer nahm sich die Aufgabe, ein Ehrengeschenk für alle Ehrengäste zu erstellen. Nach der Präsentation der beiden Werke bekam Landeshauptmann Günther PLatter, Bürgermeister der Stadt Kitzbühel Dr. Klaus Winkler, Landes-Feuerwehrinspektor DI Alfons Gruber das Ehrengeschenk mit dem Buch und einen Jahresbericht von KDT Alois Schmidinger überreicht.
Angelobungen und Ehrungen

Einer der Höhepunkte bei der Jahreshauptversammlung waren die Angelobungen und Ehrungen unserer Kameradinnen und Kameraden.

Angelobt wurde
  • FM Jakob Haller
  • FM Alexandra Georgia Petrovan
  • FM Markus Hubich
  • FM Alois Schmidinger jun.
  • FM Christoph Schwabl
  • FM Peter Zwicknagl
 Anschließend konnten mehrere Kameraden für ihre langjährige Tätigkeit im Feuerwehrwesen vom Bezirksfeuerwehrkommando ausgezeichnet werden

für 25 Jahre des Landes Tirol

HV Christian Bachofner

für 40 Jahre des Landes Tirol

HLM Siegfried Luxner
 
für 60 Jahre des Bezirksfeuerwehrverbands Kitzbühel

HBM Georg Meikl
BM Klaus Zwicknagl
 
Eine besondere Ehrung erhielt Kommandant Alois Schmidinger mit den Verdienstzeichen in Silber Stufe 3 des Landesfeuerwehrverbandes Tirols.

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Nach den Ehrungen sprachen unsere Ehrengäste ihre Dankesworte an die Feuerwehr Kitzbühel. Der Kommandant bedankte sich abschließend bei allen Feuerwehrkameradinnen und –kameraden für die geleistete Arbeit im letzten Jahr, ebenso bei der Stadtgemeinde Kitzbühel und den Blaulichtorganisationen für die ausgezeichnete und freundschaftliche Zusammenarbeit.

Mit unserem Leitspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ wurde anschließend der offizielle Teil der Versammlung beendet.

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Bild-Quelle: Stadtfeuerwehr © Kitzbühel

Information

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Seit beinahe 150 Jahren sorgt die Feuerwehr Kitzbühel für die Sicherheit in unserer Stadt und deren Umgebung. In den letzten Jahrzehnten haben sich Aufgaben und Anforderungen grundlegend geändert.

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